Hoodia Wunderpflanze.

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Hoodia gordonii, die mystische Wunderpflanze aus Südafrika?

Hoodia, die Wunderpflanze?

Hoodia gordonii oder Hoodia, eine kaktusartige Pflanze aus der Kalahari im südlichen Afrika wurde von der Wunderpillen-gläubigen westlichen Zivilisation entdeckt. Die Buschmänner der Kalahari nutzen diese Pflanze seit hunderten von Jahren, um bei der kraftraubenden mehrstündigen Jagd das Hungergefühl zu mindern und den Körper für die außergewöhnliche Belastung zu mobilisieren. Jeder aktive Mensch und ganz besonders Leistungssportler wissen, daß mit vollen Magen keine Spitzenleistungen zu erbringen sind. Selbst Tiere entleeren bei Streßsituationen und extremer körperlicher Belastung instinktiv den Magen, um den Körper für die bevorstehende extreme Beanspruchung zu entlasten. Folgerichtig war es nur eine Frage der Zeit, bis das Interesse der Pillendreher aus Europa und Amerika für die stacheligen Gewächse geweckt war. Ist es doch vergleichbar mit der Suche nach dem Heiligen Gral, man schluckt eine wundersame Pille mit dem mystischen Hauch des wilden Afrika, alle Begierden nach den kulinarischen Genüssen der Wohlstandsgesellschaft sind wie weggeblasen und nebenbei schmelzen dann noch die lästigen Pfunde wie Butter in der Sonne!

Hoodia Hype, Schlankheitspillen für übergewichtige Wohlstandsbürger?

Schlank und gesund durch Pillen?

Nach einen unglaublichen Hoodia Hype hat sich die Wissenschaft der vermeintlichen Wunderdroge angenommen. In aufwendigen Verfahren wurde die für die Wirkung verantwortliche Substanz aus dem Pflanzenextrakt isoliert. Die britische Firma Phytopharm und der jedem Mann bekannte Pharmariese Pfizer wollten die Eigenschaften der Substanz für eine einzigartige Schlankheitspille nutzen. Was dem Buschmann bei der Jagd den Hunger lindert, sollte nun dem übergewichtigen Wohlstandsbürger zur Gewichtsreduktion verhelfen. Soweit zur Theorie. Die Tatsache, daß Phytopharm und Pfizer bereits vor vier Jahren die Patentrechte für die vorher streng behütete Substanz freigaben, läßt vermuten welchen Erfolg intensive Tests zur Wirksamkeit von Hoodia erbracht haben. Ungeachtet der Wirkungslosigkeit als Schlankmacher oder Appetitzügler für die Schlemmermäuler, scheint der Boom dennoch lange nicht vorbei und es werden hunderte von Hoodia Produkte über das Internet und Versandhäuser mit vollmundigen Versprechungen angepriesen. Untersuchungen an kommerziell erhältlichen Hoodia Präparaten haben zudem ergeben, daß die Mehrzahl der untersuchten Mittel überhaupt kein Hoodia oder nur solch geringe Mengen an Hoodia enthalten, die eine effektive Wirkung der Substanzen unmöglich machen.

Die Ratschläge der eßgestörten Ernährungsberater

Viel Geld für Weniger, der Light-Wahn

Während sich in den meisten Regionen der Welt die Menschen damit beschäftigen, möglichst nahrhafte und reichhaltige Kost zu beschaffen, wird in Europa Dank millionenschwerer Werbung in den Medien mehr Geld für Weniger ausgegeben. Lightprodukte, Zuckerersatz, fettarm und kalorienreduziert boomen wie nie zuvor. Welchen Zustand hat ein Mensch erreicht, wenn er sich mit solch teuren aber im Grunde entwerteten Ballast den Magen stopfen muß? Gilt es doch evolutionsgeschichtlich als Erfolg, daß Allesfresser wie der Mensch mit zwei bis drei ernergiereichen Mahlzeiten über den Tag kommen, sich mit kreativeren Dingen wie das Essen beschäftigen können und nicht wie ein Pferd den ganzen Tag kauend auf der Wiese stehen müssen. Seriöse Ernährungsexperten wie Udo Pollmer haben längst erkannt, welcher Unfug sich hinter den Ratschlägen der offenbar eßgestörten Ernährungsberater verschiedenster Fraktionen verbirgt. In anderen Bereichen unserer entwickelten Zivilisation sieht es nicht weniger paradox aus. Mit großen technologischen und finanziellen Aufwand wurde die körperliche Bewegung aus vielen Bereichen des täglichen Leben verdrängt. Nun bedarf es bezahlter Fitness-Studios und Personaltrainer, um dem Menschen die gesunde Bewegung und das Schwitzen wieder beizubringen und dadurch den durch zunehmende Bewegungsarmut bedingten körperlichen Verfall entgegen zu wirken.