Menschen in Afrika.

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Sie rennen allen davon, Langstreckenläufer und Läuferinnen aus Afrika.

Haile Gebrselassie, ostafrikanischer Langstreckenläufer

Afrika, insbesondere die ostafrikanischen Länder Kenia und Äthiopien haben einen bereits legendären Ruf als Nationen von Spitzen-Läufern der Mittel- und Langstrecken. Sportler wie Haile Gebrselassie, Derartu Tulu, Kipchoge Keino, Henry Rono, Paul Ereng und Peter Rono haben mit Weltrekorden und Olympiasiegen Triumphe gefeiert und das ohne fremde Unterstützung allein durch die eigene Leistung. Lange Zeit suchten Wissenschaftler weltweit nach dem Geheimnis der Erfolge afrikanischer Läufer. Eine durch National Geographic initiierte Internetumfrage nach den Gründen der Dominanz afrikanischer Langstreckenläufer brachte Spekulationen über nicht nachweisbare Dopingmittel, eventuell bessere Hämoglobinwerte bis hin zu Trainigseffekten einer an die afrikanischen Infrastruktur angepaßten Lebensweise an den Tag. Heute weiß die Fachwelt, daß relativ lange und schlanke Unterschenkel die Biomechanik beim Laufen langer Distanzen positiv beeinflussen. Die Sportler erreichen höhere Laufgeschwindigkeiten durch die effektive kraftsparende Pendelbewegung weniger muskulöser Unterschenkel. Ungeachtet der Wichtigkeit aller physischen Voraussetzungen, sind aber letztendlich Eigenschaften wie Disziplin, Fleiß und Ehrgeiz ursächlich für den Erfolg dieser hervorragenden Wettkämpfer.

Wangari Maathai
Afrikas starke Frauen - FriedensNobelpreis für eine Kenyanerin.

Starke Afrikanerinnen Wangari Maathai

Mit dem Friedensnobelpreis für Wangari Maathai wurde eine bemerkenswerte Leistung honoriert, wie sie bezeichnend für viele Afrikanerinnen ist. Die Menschen in der Hauptstadt Nairobi feierten ihre Heldin in der Nacht des 8. Oktobers 2004. Verhaftungen und permanente Repressalien durch Politik und Polizei konnten sie nicht davon abhalten, sich für ihre Überzeugungen einzusetzen. Sie erreichte mit Taten was viele Politiker mit endlosen Sitzungen und Konferenzen nicht erreichen konnten. Wangari Maathai hat vom schwarzen Kontinent aus eine beispielhafte Initiative ins Leben gerufen. Nur so kann unsere geschundene Natur gerettet werden, die Lebensbedingungen auf unseren Planeten dauerhaft verbessert und gesichert werden. Kaum vorstellbar welch unglaublichen Veränderungen möglich sind, wenn der Funke solch beispielhafter Initiativen auf andere Länder und Kontinente überspringt. Jeden Tag wird in unendlichen Vorträgen über Klimaerwärmung debattiert während eine starke schwarze Frau ganz einfach Fakten geschaffen hat: 30 Millionen gepflanzte Bäume, Seminare über die Zusammenhänge der Natur, Anbautechniken sowie Hilfe zur Selbsthilfe mit der sie Hoffnung in unendlich viele Herzen säte, eine unvergleichliche Bilanz des Green Belt Movement.

Shoot back!
Ein erfolgreicher selfmade Film aus dem Slums von Nairobi.

Geschichten aus afrikanischen Slums

Ein reales Film-Dokument des Regisseurs Michael Trabitzsch. Gemeinsam mit Katharina Kiecol initiierte er im Jahr 2002 einen Digicam-Workshop mit Jugendlichen aus Mathare. Die in einem der größten Slums von Afrika, dem Mathare District von Nairobi lebenden Maureen Atieno Opiyo (21), Fred Otieno (22), Julius Mwelu (19) und Serah Oteke (20) sind selbst Hauptdarsteller des Films. Über zwei Jahre haben sie ihre Umwelt, ihre Freunde und Familie gefilmt sowie sich gegenseitig interviewt. Ein unglaublich eindrucksvolles Tagebuch von Armut, Gewalt, Hoffnung und Lebensfreude. Überschattet wurde das eizigartige Filmprojekt von der Tatsache, daß eine der Darstellerinnen eine Besuch in Deutschland zur illegalen Einwanderung nutzte. Sie tauchte während der Reise unter und lebt seit dem offenbar ohne Aufenthaltsgenehmigung in Europa. Irgend wie verständlich, wer möchte schon freiwillig zurück in die Slums von Nairobi.